Mittwoch, 6. Juli 2016

Erschließung Tag 5

...oder der Schock sitzt tief.

Gestern wurden die Schächte für Schmutzwasserpumpe gesetzt. Da Robert ja auch noch eine Arbeit hat, konnte er erst gegen 17 Uhr zur Baustelle fahren. Alle Bauarbeiter waren da natürlich schon im Feierabend, haben dafür aber für einen großen Schock bei uns gesorgt. Die Schächte wurden auf die gleiche Höhe wie der Beginn unseres Privatwegs gesetzt und schauen jetzt ca. 80 cm aus der Erde raus. So viel Erde wollen und können wir nicht aufschütten. Wie soll dass denn dann aussehen an den Grenzen zu unseren Nachbarn? Unser Haus wird zum Ausguck. NEIN das wollen wir nicht. Relativ verzweifelt haben wir dann versucht telefonisch noch etwas zu erreichen. Haben auch unseren Nachbarn versucht zu erreichen (bei ihm steht der Schacht sogar noch höher). Leider ist dieser aber nicht vor Ort.



Unser Tiefbauer meinte das müsste wohl so sein, damit der Weg zur Hauptstraße Gefälle hat. Aber wer hat eigentlich behauptete dass das Gefälle in die Richtung gehen muss. Die rettende Idee kam uns dann erst spät Abends -  der Lageplan! Dort sind ja sämtlich geplante Höhen eingezeichnet und der liegt dem Tiefbauer auch vor. Siehe da - das Gefälle/die Entwässerung ist anders geplant, auch der Schacht ist deutlich tiefer geplant als aktuell ausgeführt. Also ist Robert heute vor der Arbeit um 7 Uhr zur Baustelle geradelt, hat da auch den Tiefbauer angetroffen. Roberts Papa war auch vor Ort (als Zeuge). Na diversen Diskussionen wird der Schacht jetzt um 25 cm gekürzt. Auch der Weg wird jetzt tiefer gesetzt. Zum Glück schaut Robert jeden Tag auf der Baustelle vorbei.

Ansonsten wurden gestern die Trinkwasserleitungen verlegt und auch der Drucktest wurde bereits durchgeführt. Alles dicht. Also schon mal Sand drauf.


Der Vermesser war auch kurzfristig aufm Grundstück und hat schon mal die Grobabsteckung vorgenommen. Wenn nun jetzt endlich die Baugenehmigung kommen würde. Robert war schon zweimal beim Bauamt. Alles in Ordnung. Der Baugenehmigung steht nichts im Wege aber für den Papierkram braucht es noch Zeit. Arghh.

ich wollte schon immer einen Erdhaufen in der Küche haben

Dienstag, 5. Juli 2016

Gartenglück

Neben dem ganzen Baustress haben wir ja schon unseren alten Garten ausgeräumt und Pflanzen umgepflanzt. Nun ist alles angewachsen und gedeiht prächtig. Einiges konnten wir schon naschen.

Vergangenen Sonntag haben wir auch unsere Kompostecke mal in Ordnung gebracht. Ausgangsbasis sind alte Europaletten. Davor und dahinter ein selbstgebauter Rahmen auf dem wir Maschendraht getackert haben.

Erschließung Tag 4

...oder Tag 1 auf privater Seite, denn mittlerweile sind die Arbeiten auf öffentlicher Seite abgeschlossen und die Asphaltdecke ist drauf.
Auf dem dem Privatweg hat unser Tiefbauer (HS Tiefbau) den Weg auf der Nordseite in Waage gebracht und dann 1 bis 2% Gefälle nach Süden abgetragen. Dort soll dann ein Drainagerohr für die Entwässerung rein.  Dann folgte ein großer Graben in der Mitte für sämtliche Leitungen. Am Ende des Weges geht es dann links und rechts zu unserem bzw. zu dem Grundstück unseres Nachbarn ein Graben weg. Der endet dann in einem Loch, indem dann ein Betonschacht für die Schmutzwasserpumpe eingebracht wird. Sämtliche Erde sollte auf einer Fläche von 8 x 13 m auf dem Grundstück gelagert werden. Diese Erde wollen wir für unser Beet nutzen. Das es aber so viel wird...puhh. Und da ist nicht mal der Bodenaushub für die Bodenplatte dabei.

Da wir zu Beginn des Privatweges einen Entwässerungsgraben von der Straße haben, sind wir an die Höhe dort gebunden. Was für uns bedeutet, dass der Weg am Ende ca. 50 cm aufgeschüttet werden muss. Das würde dann eine richtige Abbruchkante zu unserem Grundstück ergeben. Da wird das so eigentlich nicht wollen, überlege wir gerade die übrigbleibende Erde zum Ausgleichen zu benutzen. Für die gesamten 2150m² wird die Erde wohl nicht reichen. Aber vielleicht für die 800m² Bauland. Dann hätten wir eine kleine Treppe ins Gartenglück.

Robert zeigt die neue Höhe, im Hintergrund die Betonringe für die Schächte




Sonntag, 3. Juli 2016

Ist man mal einen halben Tag nicht aufm Grundstück

So erging es uns am Freitag.

Robert schaute nach seinem Arbeitstag am Nachmittag noch mal am Grundstück vorbei und ihm sind fast die Augen rausgefallen.

Unser Tiefbauer hatte mit dem Bagger bereits die Grasnarbe von unserem Privatweg abgezogen, die Stubben der gefällten Bäume waren auch gezogen und die vielen Findlinge waren aufgehäuft. Hier mal schnell ein paar Bilder.




Und morgen (also Montag) soll es schon weitergehen. Dann wird mit der Erschließung auf dem Privatweg begonnen. Und wenn der Bagger einmal da ist, wird auch gleich unser riesen Beet ausgehoben bzw. auch das Fundament für das Gartenhüttchen vorbereitet. Verdammt, gerade jetzt muss ich 10 Tage am Stück nach Potsdam und kann alles nur per Fotos und Telefon verfolgen.

Des weiteren haben wir mit den nächsten Holzlegen begonnen. Aus unserem Garten an unserer Wohnung mussten wir schon alles rausräumen (der Pachtvertrag ist schon gekündigt) und somit hatten wir noch Holzlegen übrig, die wir gerne wieder verwenden wollen. Da Zäune ja recht teuer sind, haben wir uns dazu entschlossen diese im Norden aufzustellen. Mit dickem Unkrautflies, Pflastersteinen und etwas Beton haben wir mal was gebastelt:

Gestern haben wir dann die Holzlegen miteinander verbunden und OSB-Platten als Dach verschraubt. Dann noch Dachpappe als Nässeschutz darauf und fast fertig ist das ganze. Damit nun das ganze bei Sturm nicht umkippt haben wir noch selbstgemacht Erdanker in den Boden getrieben und die Holzlegen festgemacht. Die Erdanker bestehen aus gebogenen Stahlstangen. Dann von hinten noch Maschendraht drauf getackert - so kann auch nix auf den Weg der Nachbarn fallen. Rindenmulch noch drumrum und fertig. Fehlt nur noch das Holz.

das erste ist bereits komplett fertig, bei den anderen fehlt noch der Draht.


da sieht die Ecke gleich viel ordentlicher aus


Donnerstag, 30. Juni 2016

Erschließung Tag 3

mitten im Privatweg liegt jetzt der Übergabeschacht. Mit dem PKW befahrbar. Das müssen wir dann unbedingt den LKWs sagen.
Der Graben ist bei den Arbeiten zugeschüttet wurden und muss jetzt erstmal frei gelegt werden.
Gestern kam ich erst 11:30 Uhr aufs Grundstück und war somit zu spät. Die beiden Arbeiter haben ganze Arbeit geleistet. Der Dom war in der Erde, die Trinkwasserleitungen verlegt und alles wieder zu geschüttet. Eigentlich war die Rede davon, dass alles fertig wird. Aber gestern Abend war noch nix von einer neuen Straßendecke zu sehen. Naja vielleicht ist das ja heute passiert. Ich bin leider wieder in Potsdam arbeiten und muss die Fortschritte erstmal in Erfahrung bringen.












In dem Dom sind dann auch gleich die Wasseruhren angebracht wurden. Somit will der Trinkwasserverband vermeiden, dass bei Wasserverlust auf unserem Weg (ca. 35m) sie haften müssen. So sind wir in der Pflicht.

Dienstag, 28. Juni 2016

Erschließung Tag 2

Als ich heute aufs Grundstück kam, war die Druckleitung schon hälftig verlegt und auch zugeschüttet. Demnach musste jetzt nur noch die andere Hälfte der Straße aufgerissen werden um dort den Rest der Druckleitung sowie den Wasseranschluss vornehmen zu können.

wieder zu
und hier dafür aufreißen

Unser Übergabeschacht (Dom) ist heute auch geliefert wurden. Das bisschen schwarze Plaste kostet dann mal eben 1000€. In dem Schacht werden dann beide Wasseranschlüsse samt Uhren untergebracht. Dieser Synergieeffekt mit unserem Nachbarn spart ein paar Euro.
2x Trinkwasseranschluss
Druckleitung
Unser Dom





Dem Aufschachten in Richtung Privatweg fanden die Bauarbeiter überraschend noch ein Stromkabel. Mit den Worten " Ach das ist bestimmt alt - war ja schließlich nirgends eingezeichnet" wurde das einfach mal gekappt. Ich bin ja jetzt mal gespannt wer in der Umgebung ohne Strom ist. Bis jetzt hat sich noch keiner gemeldet.
das war mal ein Stromkabel
Morgen dann noch die Trinkwasserleitungen und den Dom in die Erde bringen, alles anschließen, Erde drauf und fertig.

Montag, 27. Juni 2016

Erschließung Tag 1

Heute um 7 Uhr sollte die Erschließung starten. Nur waren wir um die Uhrzeit alleine auf dem Grundstück. Erst 3 Stunden später begannen die Arbeiten. Ganz stolz schaute ich bei den ersten Schritten zu.

Die gute Laune sollte aber leider nicht lange halten. In einem älteren Post hatte ich ja mal erklärt, dass wir hoffen um so eine Abwasserpumpe herumzukommen. Nun ja -  Irgendein ein ganz Schlauer, der vor Jahrzehnten mal eine Hochdruckgasleitung in die Straße gelegt hat, war wohl nicht weitsichtig.  Er legt diese nämlich genau neben den Abwasserrohr auf gleicher Höhe. Ein Rankommen ohne Gegengefälle nicht möglich. Auch 5m rechts und links keine Besserung. Und aus der Traum vom normalen KG-Rohr und willkommen Pumpe und Druckleitung. Jetzt werden wir sogar direkt am Abwasserschacht angeschlossen, da die Abwasserleitung eben so umständlich zu erreichen ist. Die Euphorie ist dahin und ehrlich gesagt sind wir etwas enttäuscht, denn so eine Pumpe sorgt nicht nur bei der Anschaffung für Kosten sondern auch bei der Betreibung. Außerdem soll diese auch noch Problem bei Feuchttoilettenpapier oder allgemein bei zu viel Toilettenpapier haben.


Die gelbe Leitung ist die Gasleitung, direkt dahinter zweimal Abwasser.


So sieht die Druckleitung aus. Irgendwie so dünn, da soll alles durchpassen?

Jetzt erstmal eine Nacht drüber schlafen. Morgen gehts weiter und übermorgen sollen die Arbeiten sogar schon beendet sein.

Sonntag, 26. Juni 2016

größeres Update


Grundstück

Mittlerweile waren wir erneut beim Notar und haben die Grundschuldeintragung für die Bank unterschrieben. Bis die Grundschuld allerdings im Grundbruch steht, dauert es noch ein Weilchen.

Grund dafür ist nicht nur die übliche lange Wartezeit beim Grundbuchamt, sondern auch weil unser Kaufvertrag erst 1,5 Monate nach der Unterzeichnung offiziell als rechtskräftig anerkannt wurde. Der Grund war, dass die Rechtsaufsicht alles genau prüfen musste weil unser Grundstück ja direkt neben einem Friedhof liegt. In Sachsen müssen dann 35 m Abstand zum Bauland vorliegen und eben diese Prüfung hat einen knappen Monat gedauert. Am 02.06. wurde dann dem Finanzamt Leipzig alles zugesandt. Weitere 3 Wochen später kam dann auch der Grunderwerbssteuerbescheid – in Sachsen noch luxuriöse 3,5% vom Grundstückskaufpreis. Macht für jeden von uns 761€. Habe ich sofort überwiesen. Jetzt sendet das Finanzamt die Unbedenklichkeitserklärung an unseren Notar und der beantragt dann endlich unsere Eintragung im Grundbuch. UND erst dann kann die Grundschuld eingetragen werden. Dies ist wiederum aber die Voraussetzung für die Zahlung der Bank an unseren Hausbauer. Ich befürchte, dass die Baugenehmigung bald da ist und wir dennoch nicht starten können.

Nebenbei pflegen wir unser Grundstück fleißig und ernten auch. Beim Freilegen des Privatweges, welcher in der Zwischenzeit mit 1m hohem Gras auftrumpfen kann, haben wir die Motorsense von meinem Schwiegervater zerlegt. Nach 2 Stunden Dauerbetrieb und diversem Nachtanken, fiel dem Ding doch glatt ein dass es gar kein reines Benzin verträgt :-( Kurz vorm Finish.

Die Beeren/Obstecke - mittlerweile schon grün und bereit fürs erste Ernten
Erschließung 

Die neue Stromtrasse hat uns einige Nerven gekostet. Die Genehmigung von der Stadt ging innerhalb von 2 Tagen. Danach haben wir die Stadtwerke belagert um eine Auskunft  über den Start der Arbeiten zu bekommen. Eine Woche später dann die erlösende Nachricht. Keine 6 Monate, sondern Mitte Juli starten die Arbeiten. YES! Das würde sogar bedeuten, dass wir unseren Baustrom gar nicht von unserem Nachbarn beziehen müssen. Für den Notfall das doch, haben wir angefragt und unser Elektriker hat sich alles angeschaut. Technisch würde es klappen und unsere Nachbarn haben auch ihren Segen gegeben.  Des Weiteren haben die Stadtwerke auch ihr Angebot für die Erschließung und das Aufstellen des Verteilerkastens erstellt. Überraschend für uns, dass die Stadtwerke die Verlegung des Stromkabels den ganzen Privatwegs alleine machen wollen und das für einen tollen Preis. Mittlerweile ist man bei solchen guten Nachrichten gleich skeptisch und so richtig freuen kann ich mich nicht.

Ansonsten haben wir letzte Woche auch erfahren, dass es am Montag um 7 Uhr (also Morgen) die Erschließungsarbeiten auf der öffentlichen Seite beginnen. Die Freude und die Aufregung sind groß, aber irgendwie ist es auch unwirklich. Fotos folgen natürlich.

Fjorborg

Was ich total vergessen habe zu berichten, ist das am 27.4. die Endbemusterung mit unserem Baukoordinator Herrn Gröber stattgefunden hat. Türen, Fenster , Klinken und Farben wurden besprochen. Was uns bisher nicht aufgefallen war, dass die Leibungen und  Traufen nicht weiß geliefert werden. Wir gingen nach den diversen Gesprächen mit unserem Fjorborgvertreter davon aus, dass wir nur unser Haus streichen müssen. Okay, jetzt müssen selber ran oder zahlen noch einmal 2350€ mehr. Wollen wir nicht, also wird es wohl mal eine Streichparty geben. Zudem haben wir im HWR unsere Tür verschoben und vereinbart, dass der Heizkreisverteiler in der Wand verschwinden soll. 

Wir haben auch über das Verlegen der Grundleitungen gesprochen. Eigentlich von Fjorborg geplant, aber Herr Gröber meinte, dass es besser wäre wenn das unser Tiefbauer mitmacht. Denn er gießt auch die Frostschürze und müsste für Fjorborg „Löcher“ lassen,  damit da die Grundleitungen durchgeführt werden können. Etwas umständlich so. Unser Tiefbauer würde es mitmachen. Aber irgendwie bekomme ich dabei Bauchweh. Liegt bestimmt einfach daran, dass ich davon keine Ahnung und nicht mal eine Vorstellung habe wie das alles laufen soll. In diversen Baublogs werden die Grundleitungen auch von Bauherrn selber verlegt. 
Hat jemand damit Erfahrung? 
Wie kann ich mir das vorstellen? 
Muss da ein Vermesser kommen, der mir dann genau kennzeichnet wo im HWR, Bad und Küche die Abläufe hin müssen? 
Gehört das Abmessen der Grundleitungen zu der Feinabsteckung (vom Vermesser)? 

Falls das hier jemand liest und mir helfen kann, bitte ich mir zu schreiben oder einen Kommentar zu hinterlassen. Danke!


Innenausbau

Mittlerweile haben wir uns mit dem (im letzten Post angesprochenen) Trockenbauer getroffen. Er würde die Komplettmontage von Fjorborg übernehmen. Für 27000€!! Als ich das Angebot gesehen haben, musste ich erstmal lachen.  Für knappe 4 bis 6 Wochen reine Arbeitszeit (Materialien liefert ja Fjorborg) ist das doch echt viel. Also wars das. Fjorborg macht die Komplettmontage im Übrigen für 10700€.

Am 24.06. war im Hellweg in Schwielowsee (Nähe Potsdam- ich arbeite ja in Potsdam) Ladies Night. Kostenlos konnte man da die Grundkenntnisse des Fliesen legens erlernen. Sofort habe ich mich dort angemeldet. Es hat echt Spaß gemacht und ich konnte einiges mitnehmen. Dann muss wohl bald der HWR als Probestück herhalten ;-)

Es bleibt spannend.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Ärger mit den Handwerkern

Die niedrigen Zinsen sind zwar gut für die Finanzierung, haben aber auch einige Nachteile. Zum Beispiel bei der Handwerkersuche.

Der aktuelle Bauboom sorgt bei den Unternehmen für eine komfortable Auftragslage. So ist es echt erschreckend, wie schwer es ist einen Handwerker vor Ort bzw. ein Angebot zu bekommen.

Das ging schon Anfang des Jahres los, als wir auf der Suche nach einem Tiefbauer für die Erschließungs bzw. Bodenarbeiten waren. Da bekam man Aussagen wie "Unter einer Auftragssumme von 15000€ nehmen wir nichts mehr an" oder " Aber nur wenn es noch im Februar/März los geht" Und wenn man dennoch mal jemand ans Grundstück bekommen und ein paar Dinge besprochen hat, kam dann (sogar nach erneuter Erinnerung) bis heute kein Angebot.
Okay dann eben nicht. Aber zum Glück sind wir dann dennoch fündig geworden.

Weiter ging es dann mit Heizung, Elektrik und Sanitär. Das gleiche Spiel. Ich telefonierte die Unternehmen ab und ich sollte jeweils die wichtigsten Unterlagen per E-Mail  zu senden. Man würde mir dann eine erste Kalkulation zu senden. Tja bis heute nix und ich denke nach über 2 Monaten kommt da auch nichts mehr. Aber wie es der Zufall so will, ist der Nachbar von Roberts Papa einer von zwei Eigentümer eines Ingenieur- und Planungsbüro mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien. Von Heizung über Elektrik und Photovoltaik bis zu Sanitär übernehmen bzw. vermitteln sie alles. Hier scheinen wir echt Glück gehabt zu haben. Beide Inhaber sind total motiviert und stets für unsere Fragen da. Erledigen viel im Hintergrund zb. mit unserem Baukoordinator von Fjorborg, vermitteln Termine in einer Badausstellung und vor allem passen sie sich an unsere Preisvorstellungen an. Wir benötigen eben kein Hightech. Dazu muss man auch erwähnen, dass diese ganzen Aufgaben erledigt wurden ohne das wir irgendetwas unterschrieben haben, theoretisch könnten wir also noch abspringen. Bisher sind wir aber echt zu frieden. Falls jemand also auf der Suche nach so einem Unternehmen im Raum Leipzig ist: AH-EnerTech GmbH

Ein weitere Herausfordung stellt der Innenausbau dar. Eigentlich wollten wir von Fjorborg die Komplettmontage nehmen. Da aber die Erschließung so viel teurer wird, überlegen wir ein Handwerker vor Ort zu beauftragen, der Dämmung, Gipskarton und Co verarbeitet. Materialen liefert Fjorborg ja, muss eigentlich nur die Arbeitsleitung berechnet werden. Nach diversen Telefonaten und E-Mails haben wir bis heute noch kein Angebot vorliegen.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Erschließung

Eigentlich schien alles so langsam loszugehen. Die Einleitgenehmigung vom Abwasserzweckverband ist schon lange da, das Angebot von Trinkwasser jetzt auch. Fehlte nur noch der Strom. Also habe ich mal versucht die Stadtwerke zu erreichen. NIX. Da aber unserer Elektriker einen persönlichen Draht zu dem Netzmeister hat, hat er dann einmal nachgehakt. Das Ergebnis ist weniger berauschend. Zwar haben wir von den Stadtwerken einen Erschließungsnachweis bekommen (den brauchten wir für den Bauantrag), der sagt aber nur dass ein Stromanschluss möglich ist und nicht wie er möglich ist. Wie sich rausstellte, ist es für die Stadtwerke total neu, das auf knapp 40000 m² 4 Eigenheime entstehen und nicht nur eins. Das bedeutet, die bereits vorhandene Leitung ist an der Kapazitätsgrenze und kann dann keines der Neubauten mehr aufnehmen. Der Netzmeister muss nun erstmal eine neue Stromtrasse bei der Stadt beantragen. Mit Ausführung war die erste zeitliche Kalkulation 6 Monate. Erst dann können wir Strom bekommen. 6 Monate ?! Da wollten wir schon im Haus wohnen! Erschließung von Abwasser und Trinkwasser könnte zwar bereits erfolgen aber spät. nach den 6 Monaten müsste alles wieder aufgerissen werden. Schockzustand - zumind. bei mir.
Nach vielen Diskussionen, Telefonaten und ein paar Verzweiflungstränen meinerseits trifft sich nun Robert morgen mit dem Netzmeister, der ausführenden Tiefbaufirma, unserem Tiefbauer und unserem Nachbarn. Wir hoffen es kann da eine zeitnahe und noch bezahlbare Lösung gefunden werden.  Denn nicht nur der geplante Trinkwasseranschluss soll bereits doppelt so viel kosten, sondern aufgrund der Auslastung der aktuellen Stromtrasse wird der Baustrom anstatt 300€ zwischen 3000 und 4000€ kosten...oh gott!
Aber unser Elektriker hatte jetzt die Idee unsere Nachbarn anzuzapfen während der Bauzeit. Selbstverständlich mit Zwischenzähler. Wir werden am Wochenende mal ganz lieb anfragen. Das wäre ein eingermaßen versöhnliches Ende.

Aber ich weiß jetzt warum in vielen Foren und Büchern davon gesprochen am besten ein bereits erschlossenes Grundstück zu kaufen.

Kommt die Baugenehmigung noch vor Juli?

Letzte Woche habe ich neugierigerweise schon einmal bei unserer Bearbeiterin im Bauamt nachgefragt, ob alles seinen Gang geht oder schon etwas aufgefallen ist um was wir uns bereits jetzt schon kümmern können. Sie meinte alles sei in Ordnung, man warte nur noch auf die Rückmeldung vom Denkmalschutz und sie will dort auch gleich mal nachfragen. Klingt alles nach einer Baugenehmigung vor Ablauf der 3 Monate. Yipiee!

Bis dahin pflegen wir unser Grundstück/Garten und konnten bereits erste Erdbeeren und Salate ernten.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Zaun

Lange haben wir überlegt wie wir am günstigsten einen naturbelassenen Zaun kaufen/bauen können. Viele Stunden haben wir daher im Internet verbracht. Am günstigsten ist wohl der gute alte Maschendrahtzaun - fällt für uns aber eigentlich raus, denn bei unseren ca. 130m Zaun ist das dann auch nicht mehr sooo günstig und außerdem nicht Natur und schon gar nicht schön. Mein Liebster hat dann bei Pinterest (glaube ich zumind.) einen geflochtenen Weidenzaun entdeckt. Ein Traum - den wollen wir haben. Googelt man hier aber mal die Preise wird einem schlecht. Also ist selber machen angesagt. Aber wo bekommt man Kopfweide in den Massen günstig her? Eine Rute kann je nach Größe zwischen 1 und 5 € kosten. Klingt nicht viel, aber wir brauchen eben eine Menge.

Da kommt uns mal wieder Roberts Beruf zu gute. Die Eltern eines der Kinder haben Kopfweide im Garten. Wir können gerne vorbeikommen und "ernten". So haben wir bereits im März eine riesige Fuhre mit unserem kleinem Kia abgeholt.

Robert hatte keine Platz mehr und musste laufen.
Ein paar Tage begannen wir auch mit dem Stecken, dass dauerte eine Weile und weil ich wegen der Arbeit nicht immer zu Hause bin, musste Robert mit seinem Papa und seinem bestem Freund etappenweise alleine weitermachen. Auch Nachschub musste geholt werden, die Menge auf dem Bild reichte nicht einmal für 60m. Denn aller 20 cm wurden jeweils zwei Weidenruten über Kreuz schräg in die Erde gesteckt - ca. 30 cm tief. Diese Löcher müssen natürlich vorher noch vorgebohrt werden.

Mittlerweile ist alles gesteckt und zum Glück auch zu 95% angewachsen. Das Verflechten und Verdrahten hat mich dann ebenfalls Tage gekostet. Naturmaterialien sind halt nicht immer einfach zu bändigen. Im Übrigen: Wir haben selbstverständlich unsere Nachbarn vorher um Erlaubnis gefragt, denn so ein Weidezaun sieht nicht nur schön aus, sondern macht ne Menge Arbeit.


Mit 66m der größte Abschnitt
Einen Nachteil hat das ganze schon (zumind. für Perfektionisten). Es ist halt Natur und die wächst wie es ihr gefällt, daher ist der Zaun aktuell noch unterschiedlich hoch und leicht gewellt. Um das ganze im Zaum zu behalten, haben wir aller 3m eine dicke Weide senkrecht in die Erde gesteckt.

Hier sieht man mal so eine Welle
Wer auch Interesse an so einem Zaun oder überhaupt an Weide hat, kann sich dann die nächsten Jahre gerne bei uns melden. Verschneiden müssen wir den Zaun eh und es wäre einfach zu Schade etwas davon wegzuschmeißen.

Sonntag, 22. Mai 2016

Bodengutachten II



Am vergangenen Freitag hatte ich das Glück, dass ich gerade auf dem Grundstück war, als bei unseren zukünftigen Nachbarn der Bodengutachter kam. Spitzentiming wie ich finde. Bei unseren Bohrungen im Februar konnten wir leider nicht vor Ort sein. So nutzte ich die Chance und unterbrach mein Rasenmähen für ein paar Fotos und Fragen.


Mit Hilfe eines Kompressors wird also ein Stahlrohr Stück für Stück in die Erde getrieben. Einmal 5 Meter tief als eigentliche Bohrung, dann noch einmal 3 Meter tief an der gegenüberliegenden Seite als Bestätigung und als letzte eine Bohrung, die die Tragfähigkeit beurteilen soll. Dabei wird ebenfalls eine Stahlstange in den Boden gerammt. Allerdings nicht langsam sondern hier schlägt eine Maschine wiederholt auf die Stange und es wird gezählt wie viele Schläge für 10 cm Eindringtiefe benötigt werden. Je mehr Schläge desto mehr Tragfähigkeit – logisch.



Nebenbei haben die Mitarbeiter auch einige Anekdoten erzählt. Einmal bricht beim rausziehen die Stahlstange ab, ein anderes Mal wird ein alter Teich, der nur zugeschüttet wurde, gefunden. Auch waren einige Horrorgeschichten dabei. Da bin echt noch einmal erleichtert über unser Ergebnis.

Im Übrigen geht jeder Bodenuntersuchung eine Recherche voraus. Wie sieht die Vergangenheit aus? Stand hier schon einmal ein Gebäude? Wenn ja welches? usw. So weiß der Gutachter schon im Voraus was er zu erwarten hat und falls dies dann nicht eintrifft, wird auch gerne eine Bohrung mehr vorgenommen. Zur Sicherheit.

Bei unseren Nachbarn scheint soweit auch alles in Ordnung zu sein. Nur wurde wieder festgestellt, dass man hier wohl besser ohne Keller baut. (Das wurde ja auch schon bei uns und unserem anderem Nachbarn festgestellt)

Sonntag, 1. Mai 2016

Wenn nur alles so schnell gehen würde!

Kaum ist der Erschließungsantrag beim Abwasserzweckverband eingereicht, erhalten wir nach nur 7! Werktagen die Einleitgenehmigung. Der Auftrag zur Erschließung wurde sogar bereits an die zuständige Firma erteilt. Ich hoffe Trinkwasser und Strom gehen genauso schnell. So müsste man auf der öffentlichen Seite nur einmal aufschachten.

Zeitgleich haben wir aber auch die Rechnung vom Notar bekommen. Mit den geschätzten 2% kommen wir recht gut hin. Dennoch hätte man hier auch gerne länger warten können ;-)

Kaufvertrag/ Bauantrag/ Hausnummer

Endlich...am 26.04. war es soweit: Wir waren beim Notar und haben den Grundstückskaufvertrag unterzeichnet. Bis hierhin war es ein langer Weg. Vor allem bei der Finanzierung mussten wir schon einige Nerven lassen. Aber das erzähle ich mal wenn ich ganz viel Muße dazu habe.

Zum Thema Bauantrag gibt es nur soweit etwas neues, dass dieser seit dem 19.04. vollständig vorliegt und bis Juli wird uns eine Entscheidung versprochen. Wir haben aber die Hoffnung, das es vielleicht etwas schnell geht. Robert war ja schließlich schon so leichtsinnig und hat auf Arbeit auf einem Umzug in den Herbstferien gewettet. Ein ganz schön sportlicher Zeitplan.

Vor ca. 10 Tagen truddelte auch endlich unsere Hausnummer ein. Wir wohnen also bald in der:

106

 

Die Zuteilung der Hausnummer gibt auch endlich den Startschluss für die Beantragung der Erschließung bei den öffentlichen Ämtern. Diese benötigen dafür nämlich unbedingt eine vollständige Anschrift.